Karte vom Rheinland

Erhebung zur Situation rheinischer Museen

Bericht über die Auftaktveranstaltung


Am vergangenen Montag, dem 16. Januar 2006, veranstaltete der Verband Rheinischer Museen (VRM) im neuen Max Ernst Museum in Brühl die Auftaktveranstaltung für die

„Erhebung zur Situation rheinischer Museen“.

Zahlreiche Museumsvertreter aus dem gesamten Rheinland nutzten die Chance zur Information aus erster Hand. Dankenswerterweise hat Thilo Martini M.A. vom Rheinischen Archiv- und Museumsamt (RAMA) des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) dort den Fragebogen erläutert und Nachfragen beantwortet.

Ab sofort wird bis zum 24. 2. 2006 diese Umfrage an 380 rheinischen Museen durchgeführt. Die Auswertung findet im März statt. Die Ergebnisse werden auf dem III. Rheinischen Museumstag am 15. Mai 2006 präsentiert.

Der VRM hat gemeinsam mit dem RAMA des LVR, das zusammen mit dem Zentrum für Evaluation und Besucherforschung am Badischen Landesmuseum Karlsruhe auch für die Auswertung zuständig ist, einen mehrseitigen Fragebogen entwickelt. Die Einzelfragen beziehen sich inhaltlich auf den Code of Ethics von ICOM und auf den Kriterien der Arbeitsgruppe „Qualitätsstandards“ des Deutschen Museumsbundes. Dazu informierte der VRM im Rahmen des letztjährigen II. Rheinischen Museumstages in Bonn.

Ermittelt werden Aussagen zum Zustand und zur Entwicklung der Museumsgebäude und dem Zustand der Sammlungen. Genauso wird aber auch nach der Anzahl und Qualität des Fachpersonals und den Finanzierungschancen für Restaurierungen, Ausstellungen und der Vermittlung, also der Museumspädagogik, gefragt.

Seit der letzten Erhebung zur Situation rheinischer Museen sind 13 Jahre vergangen. Die Ergebnisse der jetzigen Erhebung werden nicht nur die Diskussion um die Situation der Museen versachlichen, sondern die Ergebnisse werden eine zentrale Grundlage von Förderungen und Zuschüssen in den nächsten Jahren bilden.

Hier wird nicht über Museen geredet und beschlossen, hier wird aus den Museen konkret berichtet und eine Entscheidungsgrundlage für die Politik angeboten, an der jetzt die Museumsleitungen mitwirken können.

Die Ergebnisse der Umfrage werden auf dem III. Rheinischen Museumstag am 15. Mai 2006 vorgestellt. Angefragt werden als Teilnehmer: der Staatssekretär für Kultur des Landes NRW, Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, der Direktor des Landschaftsverbandes Rheinland, Udo Molsberger und die Vertreter der Museumsorgsanisationen in Niedersachsen und Bayern, wo bereits derartige Erhebungen stattgefunden haben.

Der Verband Rheinischer Museen und alle bisher Mitwirkenden aus den rheinischen Museen fordern alle ihre Kolleginnen und Kollegen auf, unbedingt an der Erhebung teilzunehmen, um die Ergebnisse so aussagekräftig zu machen, dass auch der Politik die Situation der Museen fundiert verdeutlicht werden kann.

Dr. Rolf Jessewitsch
Vorsitzender

Solingen, 19.1. 2006