Karte vom Rheinland

Erinnern im Museum – Historischer Ballast oder Chance für die Zukunft?

X. Rheinischer Museumstag am 3. Juni 2013 im Kunstmuseum Solingen

2013 jährt sich die nationalsozialistische Machtübernahme zum 80. Mal. Grund genug für Museen, an diesen Jahrestag zu erinnern und ihre bisherige Sammlungspräsentation neu auszurichten und zu überdenken.

Museen sind aber nicht nur Orte der Erinnerung der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Sie sehen sich zusehends mit dem Deutschland des 21. Jahrhundert konfrontiert. Einem von vielen Kulturen geprägten Land, in dem die Nachkommen der Einwanderer bereits schon in der zweiten und dritten Generation leben. Auch deren kulturelles Erbe gilt es zu bewahren und Objekte ihrer Herkunft und ihrer Tradition zu präsentieren.

Erinnerung geschieht häufig auch auf lokaler und regionaler Ebene. Persönliche Erinnerungsstücke, insbesondere Alltagsgegenstände, finden den Weg ins Museum und werden dort mit historischen Ausstellungsobjekten in Bezug gesetzt.

Wie vermitteln Museen heute die Geschichte des Nationalsozialismus? Wie begegnen sie den neuen Herausforderungen der interkulturellen Erinnerung? Finden sich Migrantinnen und Migranten mit ihren Erinnerungen in den Museen wider? Was darf als erinnerungswürdig für die Zukunft gelten? Und tragen persönliche Erinnerungsstücke zur Identitätsbildung einer Region bei?

Der X. Rheinische Museumstag, veranstaltet vom Verband Rheinischer Museen in Kooperation mit der Thomas-Morus-Akademie Bensberg, greift diese Fragen auf und stellt neue Ausstellungskonzepte und Projekte vor.

X Rheinischer Museumstag