Karte vom Rheinland
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Essen – Ruhr Museum

Zollverein A 14 (Schacht XII, Kohlenwäsche)
Gelsenkirchener Str. 181
45309 Essen

Tel. (0201) 246 81 444
Fax (0201) 246 81 460

Öffnungszeiten:
Das Museum ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Am 24., 25. und 31.12. geschlossen

Das Ruhr Museum befindet sich in der ehemaligen Kohlenwäsche der Zeche Zollverein, Schacht XII in Essen. Es existiert seit dem 1. Januar 2008 als unselbstständige Stiftung innerhalb der Stiftung Zollverein in der Trägerschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, des Landschaftsverbandes Rheinland und der Stadt Essen. Als Regionalmuseum zeigt es in seiner Dauerausstellung die gesamte Natur- und Kulturgeschichte des Ruhrgebietes. Es versteht sich nicht als klassisches Industriemuseum, sondern als Gedächtnis und Schaufenster der Metropole Ruhr.

Das Ruhr Museum verfügt über umfangreiche Sammlungen zur Geologie, Archäologie, Geschichte und Fotografie, die im Wesentlichen auf den Sammlungen des ehemaligen Ruhrlandmuseums der Stadt Essen beruhen. Sie werden insbesondere mit regionalem Bezug ständig vermehrt und thematisch erweitert. Neben der Dauerausstellung zur Natur, Kultur und Geschichte des Ruhrgebietes zeigt das Ruhr Museum regelmäßig Sonderausstellungen, auch zu Themen, die sich nicht auf das Ruhrgebiet beziehen. Es verbindet sein umfangreiches Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm mit dem Denkmalpfad ZOLLVEREIN®, der Route der Industriekultur und dem Portal der Industriekultur in der Kohlenwäsche.

Seit seiner Eröffnung am 9. Januar 2010 gemeinsam mit der Kulturhauptstadt RUHR.2010 hat sich das Ruhr Museum zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Über 400.000 Besucher sahen im ersten Jahr die Dauerausstellung und die Wechselausstellungen des Museums. Auch in Zukunft orientiert sich das Ruhr Museum an seinen zwei kulturellen Hauptaufgaben: Bildung und Tourismus.

besucherdienst@ruhrmuseum.de
www.ruhrmuseum.de

 

Mineralienmuseum

Kupferdreher Str. 141-143
45257 Essen
Tel. (0201) 24 681 444

besucherdienst@ruhrmuseum.de
www.ruhrmuseum.de

Das Mineralien-Museum besteht seit 1984 in Essen-Kupferdreh als Außenstelle des ehemaligen Ruhrlandmuseums in engagierter Partnerschaft zur Bürgerschaft Kupferdreh. Vom Ruhr Museum wird es fachwissenschaftlich betreut und museumspädagogisch bespielt.

Bei freiem Eintritt können in dem alten, unter Denkmalschutz stehenden Schulgebäude an der Kupferdreher Straße Präsentationen zu den Themen “Mammut, Mensch und Feuerstein”, “Die Knochenkammer”, “Tiere der Urzeit”, “Wunderkammer Natur”, “Kohle – das schwarze Gold” und “Der Klang der Steine” besucht und damit Highlights aus der geowissenschaftlichen Sammlung des Ruhr Museums bewundert werden. In einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm begleiten Museumspädagogen kleine und große Besucher, um ihnen die Welt der Steine und Mineralien sowie die Geschichte der Erde und ihrer Bewohner näher zu bringen.

Aufgrund seiner Lage nahe des Geologischen Wanderweges am Essener Baldeneysee ist das Mineralien-Museum idealer Ausgangspunkt für Exkursionen zu Aufschlüssen des Karbon, wo es die Geschichte der Kohleentstehung vor 300 Millionen Jahren zu entdecken gilt. In der Präparationswerkstatt können die Fundstücke weiter bearbeitet werden. Spezielle Kurse für Erwachsene bietet als Kooperationspartner die VHS Essen an.

 

Gartenstadt Margaretenhöhe

Am Brückenkopf/Ecke Steile Straße
45149 Essen

besucherdienst@ruhrmuseum.de
www.ruhrmuseum.de

Öffnungszeiten:
Das Museum ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Am 24., 25. und 31.12. geschlossen

Die Essener Margarethenhöhe gehörte von Baubeginn an zu den bedeutendsten europäischen Gartenvorstädten. Als gemeinnützige Stiftung Margarethe Krupps und unter der Beteiligung der Stadt Essen wurde sie in einer entscheidenden Phase der städtebaulichen Neuordnungsbemühungen Essens von dem Stadtplaner und Architekten Georg Metzendorf in 29 Bauabschnitten von 1909 bis 1934/38 errichtet. Im Sinne der europäischen Gartenstadtbewegung war sie ein fast 3 Jahrzehnte währendes bauliches Labor, in dem Bewährtes ständig verfeinert und Neues erprobt wurde. Zusammen mit den die Gartenvorstadt umgebenden und zu Waldparks umgestalteten Siepentälern bietet die Margarethenhöhe eine im Städtebau bis heute selten erreichte Lebensqualität.

Sie diente als Wohnsiedlung nicht nur für Angestellte der Firma Krupp sondern auch für Beamte der Stadt Essen. Neben den für die damalige Zeit geräumigen und modernen Wohnungen mit sanitären Einrichtungen und Garten verfügte die Margarethenhöhe auch über die für Kruppsche Siedlungen typischen Sozial- und Wohlfahrtseinrichtungen wie dem berühmten Kruppschen Konsum, Schulen, Kirchen für beide Konfessionen oder eine Bücherhalle. Das Ruhr Museum betreibt eine Musterwohnung und zeigt im Kleinen Atelierhaus die Dauerausstellung “Die Gartenstadt Margaretenhöhe” zur Geschichte und Architektur der Siedlung.

 

Kleines Atelierhaus auf der Margaretenhöhe

Sommerburgstr. 18
45149 Essen

besucherdienst@ruhrmuseum.de
www.ruhrmuseum.de

Öffnungszeiten:
Das Museum ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Am 24., 25. und 31.12. geschlossen

Das Kleine Atelierhaus, 1919 als Sondergebäude für den Grafiker Hermann Kätelhön gebaut, steht für ein bis heute einzigartiges Kunstförderungsmodell in Essen. In Anlehnung an die Folkwang-Idee von Karl Ernst Osthaus sollte auf der Margarethenhöhe eine Künstler- und Kunsthandwerkergemeinschaft den Alltag sowohl in der Gartenstadt als auch im gesamten Industriegebiet bereichern. Neben dem Kleinen Atelierhaus entstanden 1927 das Werkhaus und 1929 das Große Atelierhaus, in denen bis 1933 Künstler wie der renommierte Fotograf Albert Renger-Patzsch, der Bildhauer Will Lammert und die Goldschmiedin Elisabeth Treskow lebten und arbeiteten.

Seit April 2012 ist das Kleine Atelierhaus wieder im Rahmen von Führungen zugänglich. Eine Ausstellung zur Geschichte der Margarethenhöhe gibt in den ehemaligen Atelier- und Werkräumen einen Überblick über das Entstehen und die Gestalt der Siedlung sowie das Leben und den Alltag ihrer Bewohner.

 

Halbachhammer

Essen Margartenhöhe
Altenau 12
45257 Essen

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Öffnungszeiten:
Das Museum ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Am 24., 25. und 31.12. geschlossen

Der Halbachhammer ist eine Schenkung Gustav Krupp von Bohlen und Halbachs an die Stadt Essen. Ursprünglich in Weidenau an der Sieg beheimatet, liegt das Denkmal heute im westlichen Waldpark, den Margarethe Krupp mit dem Bau der Gartenvorstadt Margarethenhöhe als dauerhafte Einrichtung anlegen ließ und der Stadt Essen als “Promenadenschenkung” zu Naherholungszwecken stiftete. Die um 1417 erstmals urkundlich erwähnte Anlage wurde nach 500jähriger aktiver Betriebszeit als letzte Anlage ihrer Art im Siegerland um 1900 stillgelegt. Gustav Krupp von Bohlen und Halbach veranlasste ihre Überführung nach Essen und ließ sie 1935/36 im Nachtigallental – in Sichtweite zur Margarethenhöhe – betriebsfertig wiedererrichten.

Die Margarethenhöhe, die sie umgebenden Wälder und der Halbachhammer bilden heute einen privaten Stiftungskomplex von höchstem kulturellem Wert. Technikgeschichtlich repräsentiert der Halbachhammer eine “Hammerhütte”. Diese verband auf der Grundlage von Wasserkraft und Holzkohle einen aufeinander bezogenen Hütten- und Schmiedeprozess unter einem Dach. Der Zweck der Anlage bestand darin, aus kohlenstoffangereichertem und spröden Roheisen durch einen erneuten Schmelz- (“Frischen”) und Schmiedeprozess “Schmiedeeisen”, d. h. Stahl zu erzeugen. Europaweit ist der Halbachhammer eines der äußerst raren Denkmäler, die diese vorindustrielle Technik der Stahlerzeugung repräsentieren.  Im Gefolge umfangreicher Restaurierungsarbeiten  ist der schwere Aufwerfhammer im November 2010 erstmals seit den 1930er Jahren wieder unter Wasser gelaufen. In der Sommerzeit, jeweils am 1. Sonntag im Monat, wird das technische Denkmal vom Ruhr Museum regelmäßig in Schauvorführungen präsentiert. In den Wintermonaten ist die Außenstelle Halbachhammer geschlossen.

Zukünftig wird der Halbachhammer im Zusammenhang mit dem Projekt “Essen. Neue Wege zum Wasser” Station auf der “Wasserroute” sein, einer von drei im Bau befindlichen Erlebnisrouten, die über vernetzte Grünzüge das Ruhrtal mit dem Neuen Emschertal verbinden.

 

Kulturlandschaft Deilbachtal/Kupferhammer/Kutschenhaus

Nierenhofer Str. 10
45257 Essen
Tel. (0201) 24 681 444
Fax (0201) 24 681 460

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Öffnungszeiten:
Das Museum ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Am 24., 25. und 31.12. geschlossen

Das Deilbachtal im Essener Süden ist eine der interessantesten Kultur­landschaften des Ruhrgebietes. Es verfügt über eine fünfhundertjährige durchgängige Geschichte zunächst als landwirtschaftlich, dann aber auch sehr bald schon als industriell genutzter Naturraum. Als frühin­dustrielle Denkmallandschaft beschreibt es die Ursprünge der Eisen- und Metallindustrie im Ruhrgebiet und ist das Äquivalent zum Muttental in Witten, der Wiege des Ruhrbergbaus. Es ist aber auch das Äquivalent zur Zeche Zollverein, indem es zusammen die gesamte Spanne der Industrialisierung von den Anfängen bis zur Hochindustrialisierung auf Essener Boden beschreibt.

Das Deilbachtal ist aber auch eine der ältesten Museums- und Denk­mallandschaften Deutschlands. Schon 1917 wurde der Betrieb des Deiler Eisenhammers aus Rentabilitätsgründen eingestellt, in der Folge aber nicht abgerissen, sondern in den Jahren 1936/37 in einer gemein­samen Aktion verschiedener Beteiligter, darunter auch das damalige Ruhrlandmuseum, als „technisches Kulturdenkmal“ betriebsfertig wiederhergestellt und im Schaubetrieb der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zusammen mit dem Halbachhammer im Nachtigallental, der ein Jahr zuvor, 1936, nach Essen transloziert wurde, gehörte der Eisen­hammer zu den ersten Beispielen der Industriekultur in Europa.

Schon in den 1980er Jahren wurden die Denkmäler des Deilbachtals vom damaligen Ruhrlandmuseum der Stadt Essen durch einen Rundwander­weg erschlossen und in einer ersten Ausstellung im Deilbachtal im Kutschenhaus dokumentiert. Seither werden im Deilbachtal regelmäßig Führungen und museumspädagogische Aktionen angeboten, auch in Verbindung mit anderen Außenstellen wie dem Geologischen Wander­weg am Baldeneysee oder dem Mineralien-Museum Kupferdreh, die das Ruhr Museum im Essener Süden betreibt.

Um diese Vermittlungsarbeit neu zu beleben, das Deilbachtal noch stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern und damit seine Pflege und Erhaltung zu befördern, eröffnete das Ruhr Museum am 16. Juni 2013 im Kutschenhaus des Kupferhammers eine Dauerausstellung zur Natur- und Kulturgeschichte des Deilbachtals und legt zugleich einen Wanderführer vor, der auch als elektronische Version, als Audioguide auf dem Handy, zu haben sein wird.

besucherdienst@ruhrmuseum.de
www.ruhrmuseum.de