Karte vom Rheinland
Bild-Mus-Baden

Solingen-Gräfrath – Kunstmuseum Solingen / Zentrum für verfolgte Künste

Wuppertaler Str. 160 (B 224)
42653 Solingen-Gräfrath
(3 Min. von der A 46 Ausfahrt Haan-Ost/Solingen)
Tel.: 0212 – 2 58 14 – 0
Fax: 0212 – 2 58 14 – 44

Öffnungszeiten:
Di-So 10-17 Uhr, ganzjährig geöffnet
Eintrittspreise: € 6, ermäßigt € 3
Kinder/Schüler € 2

Die Bilder Georg Meistermanns, der zu den bedeutendsten deutschen Künstlern der Nachkriegszeit zählt, schaffen die Verbindung zwischen den Themen des Museums: Verfolgte Künste des 20. Jahrhunderts, Solinger Kunst und Junge Kunst.

Das Museum beherbergt die Kunstsammlung der Stadt Solingen, Kunstwerke der „Bürgerstiftung für verfolgte Künste“ und der Prof. Max Kratz – Stiftung sowie die „Literatursammlung Verbrannte und Verbannte Dichter“ als Leihgabe der Stiftung der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft.

Bürgerstiftung für verfolgte Künste mit der Sammlung Gerhard Schneider

Durch diese Stiftung konnte der Erhalt und Verbleib von 400 Gemälden und Grafiken dieser einmaligen Sammlung in Deutschland gesichert werden. Die Stifter fühlen sich insbesondere der deutschen Geschichte verpflichtet, um den nachfolgenden Generationen ein einmaliges kulturelles Gedächtnis zu sichern. Damit bietet das Museum Baden ein weiteres Beispiel außerordentlichen bürgerschaftlichen Engagements. Die Sammlung Gerhard Schneider zeigt Aspekte gegenständlicher deutscher Bildkunst im 20sten Jahrhundert. Der Sammler charakterisiert sie als „expressive Gegenständlichkeit“, die bislang ein Schattendasein als „ignorierte Parallelkunst“ führte. So tritt an die Seite bekannter Künstler eine Vielzahl zu Unrecht Vergessener mit oft verblüffenden Frühwerken. Gerade dieser Aspekt fand im In- und Ausland bereits große Resonanz. Ein weiteres Merkmal dieser „verschollenen“ Generation ist die Aufarbeitung historischer Ereignisse, mit denen sie konfrontiert war. Die Aktion „Entartete Kunst“ und die berüchtigte Ausstellung 1937 in München diffamierten diese Künstler.

Literatursammlung „Die verbrannten Dichter“

Von Autor(inn)en, die durch die „Bücherverbrennung“ aus der Kulturgeschichte entfernt werden sollten und denjenigen, die als intellektuelles Rückgrat der Bürgerbewegung in der DDR galten, werden Bücher und persönliche Briefe gezeigt. Diese Leihgaben der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft Wuppertal e.V. stellen für den Zeitraum 1918 – 1989 u.a. Leben und Werk von Kurt Tucholsky, Else Lasker – Schüler, Wolfgang Borchert, Inge Müller, Jürgen Fuchs, Franz Kafka und Vaclav Havel vor. Weitere Informationen: www.verfemte-kunst.de, www.exil-archiv.de, www.else-lasker-schueler-gesellschaft.de

Die Städtische Kunstsammlung

Friedrich August de Leuw repräsentiert mit romantischen Landschaften des Bergischen Landes und des Rheintales die „Düsseldorfer Malerschule“. Der Solinger Albert Bierstadt wurde als „Kopf“ der Hudson River School einer der bedeutendsten amerikanischen Landschaftsmaler des 19. Jahrhunderts. Der ab 1891 an Akademien in Düsseldorf und Paris ausgebildete Robert Engels stellte mit der Münchener Sezession und der Neuen Münchener Künstlervereinigung aus. Bis 1933 war August Preuße war ein talentierter Schüler Paul Klees in Düsseldorf und für die Zeit nach 1945 ist Willi Deutzmann, Gründungsmitglied der Gruppe „Junger Westen“, zu nennen. Georg Meistermann entwickelte zwischen 1937 und 1945 eine Kunst, die gegen die Vorstellungen der Nationalsozialisten verstieß. Diese Arbeiten entstanden im Verborgenen. Er wurde einer der Künstler, die in der Nachkriegszeit die abstrakte Kunst in Deutschland etablierten.
Museumsshop

Freundliche ehrenamtliche Mitarbeiterinnen empfangen Sie hier. Von Kunstkatalogen und Künstlereditionen bis zu Kunstpostkarten und von der Papeterie über Taschenmesser und kleinen Präsenten bis zum außergewöhnlichen Modeschmuck ist hier vertreten, was Sie sonst lange suchen müssten. Geöffnet ist der Museumsshop auch samstags und sonntags !

Vermittlung

Kindervormittag im Kunstmuseum: Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren malen und basteln, kritzeln und klecksen. Wechselnde Themen, Betrachtung von Kunstwerken mit praktischer Arbeit im Museumsatelier. Samstags: 10.00 bis 13.00 Uhr, 6.- €

Ferienkurse im Museum: Viertägige Kurse für Kinder aller Altersgruppen: das Programm erscheint gesondert. Die Themen reichen von Zeichen- und Malkursen bis zum Skulpturenbau.

Öffentliche Führungen: Führungen zu den jeweiligen Wechselausstellungen finden jeden Sonntag um 11.15 Uhr statt. Das Entgelt ist im Eintrittspreis enthalten.
Schule im Museum: museumspädagogische Betreuung für Klassen aller Jahrgangsstufen nach telefonischer Themenabsprache. Eine Führung dauert 90 Minuten und umfasst die Bildbetrachtung mit anschließender praktischer Arbeit im Atelier, 2.- € p.P. Differenzierte Themenvorschläge auf unserer Website: www.kunstmuseum-solingen.de/kunstvermittlung

Anmeldung für alle Veranstaltungen unter: 0212/ 25814-17

Alle Programme für Kinder auf unserer Website unter www.kunstmuseum-solingen.de

weitere Informationen:

info@kunstmuseum-solingen.de

Das Kunstmuseum Solingen im Internet