Die gesellschaftlich - wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Museen unterliegen gerade in den letzten Jahren starken Wandlungen. Der Verband Rheinischer Museen konnte dabei - trotz guter Tagungsthemen - immer weniger echter Verbandsarbeit leisten. Die Mängel sind in der vergangenen Zeit erkannt worden und schließlich gaben die Mitglieder auf der letzten Versammlung den Auftrag der Reformierung des Verbandes.
Der Auftrag
Aus dem Kreis der Mitglieder hatte sich ein engagierter Arbeitskreis gebildet, der auf der Vollversammlung am 19. 5. 2003 in Duisburg eine neuerarbeitete Satzung vorlegte, die eine Grundlage für zukunftsträchtiges Handeln des Verbandes sein soll. Diese Satzung setzt Erkenntnisse aus der Mitgliederumfrage konsequent um. Damit kann der Verband Rheinischer Museen den Anforderungen einer effektiven Interessenvertretung der rheinischen Museen gerecht werden.
Ziele
Zu einer Förderung des Diskurses zwischen den Museen und mit den Vertretern anderer Gruppierungen gehören eine verstärkte Kommunikation, die Einrichtung eines Dateninformationsflusses (interaktive homepage des Verbandes) sowie der Austausch mit den Vertretern von Wissenschaft, Wirtschaft, Tourismus und Politik.
Eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Archiv- und Museumsamt (RAMA) des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) wird angestrebt. Gewünscht ist auch eine Präsenz in den Medien des LVR. Zum zukünftigen Profil soll die Bildung von Expertenteams aus verschiedenen Museumsfachrichtungen gehören. Der Verband wird Fortbildungsveranstaltungen und Fachtagungen durchführen und bietet sich dabei als Partner unter anderem für das RAMA und die Vereinigung Westfälischer Museen an. Mit allen diesen Maßnahmen sollen die Interessen der Museen und deren Wahrnehmung in der Öffentlichkeit gefördert werden.
Mitgliedschaft
Um die Grundlagen des Verbandes auf eine tragfähigere Basis zu stellen und die Wirkung seines Handelns deutlich zu erhöhen, ist eine Mitgliedschaft nicht nur für Museen als Institution, sondern auch für deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich. Eine gesamtgesellschaftlich breitere Wirkung soll durch Mitgliedschaften weiterer juristischer und natürlicher Personen, z. B. aus dem Bereich der Galerien, der Ausstellungshallen, der kulturnahen Unternehmen und der Politik erzielt werden. Der Jahresbeitrag für Museen bleibt mit 50.- € stabil, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Museen können mit lediglich 15.- € Beitrag die Mitgliedschaft erwerben. Für andere natürliche oder juristische Personen gilt ein Beitrag von 100.- €.
Der Verband steht somit ab sofort allen Museumsgattungen, Sammlungen und Ausstellungshäusern offen. Eine Mitgliedschaft unterschiedlicher Fachbereiche wird ausdrücklich gewünscht.
Organisation
Der Verband wird durch einen geschäftsführenden Vorstand vertreten, der aus einer oder einem Vorsitzenden, einer Stellvertretung und den Beisitzern gebildet wird. Auf eine formale Unterorganisation wie die ehemaligen räumlichen Gruppierungen wird verzichtet. Der Verband setzt auf die Kommunikation der Mitglieder und wird Treffen in der Folge der Regionalgruppen gern begleiten, kommunizieren und unterstützen. Eine eigene Geschäftsstelle wird eingerichtet.
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