Karte vom Rheinland

EU-Biozid-Verordnung ändern: Anhörung zur Verwendung von Stickstoff zum Schutz des kulturellen Erbes

Wichtiger Termin: 18. Januar 2020

Der Einsatz von Stickstoff zur Schädlingsbekämpfung in Museen hat viele Vorteile: Die Vorgehensweise ist effektiv, erfordert keine Giftstoffe (Stickstoff ist ein Hauptbestandteil unserer Atemluft) und kann auch bei empfindlichen Objekten angewendet werden.

Die seit 2017 gültige Biozid-Verordnung (EU 528/2012) untersagt die Schädlingsbekämpfung durch vor Ort aus der Umgebungsluft entzogenen Stickstoff, die kostengünstigste Möglichkeit. Nur Stickstoff, der in Behältern beigebracht wird, darf für diesen Zweck verwendet werden.

Nach Vorstößen von ICOM und anderen Museumsverbänden und -vertretern hat nun Österreich einen Antrag gestellt, um für Museen und sonstige Einrichtungen zum Schutz des kulturellen Erbes eine Ausnahme von dieser Regelung zu erreichen und vor Ort erzeugten Stickstoff wieder verwenden dürfen. Um Informationen und Meinungen einzuholen, hat daraufhin die Europäische Agentur für Chemikalien (ECHA) eine öffentliche Konsultation gestartet, an der sich alle Museen, aber auch sonstige interessierte Kultureinrichtungen oder Personen beteiligen können. Die Ergebnisse der Eingabe sowie der zugegangenen Meinungen sollen bei der Entscheidung durch die EU-Kommission Berücksichtigung finden.

Wir bitten Sie, sich im Interesse der Museen an dieser Konsultation zu beteiligen!