Karte vom Rheinland

Solingen – Zentrum für verfolgte Künste

Wuppertaler Str. 160 (B 224)
42653 Solingen-Gräfrath
(3 Min. von der A 46 Ausfahrt Haan-Ost/Solingen)
Tel.: 0212 – 2 58 14 – 0
Fax: 0212 – 2 58 14 – 44

info@verfolgte-kuenste.de

Öffnungszeiten:
Dienstags bis sonntags 10-17 Uhr, montags geschlossen
Eintrittspreise: € 9, ermäßigt € 4,50
Kinder/Schüler € 2

Das Zentrum für verfolgte Künste ist ein Museum für Menschen, deren künstlerische Entfaltungsmöglichkeiten von den Diktaturen des letzten Jahrhunderts und bis in die Gegenwart hinein durch Terror und Gewalt blockiert, verhindert und vernichtet wurden. Es bezieht sich im Kern seines Handelns auf die „Bürgerstiftung für verfolgte Künste – Else-Lasker-Schüler-Zentrum – Kunstsammlung Gerhard Schneider“ und setzt sich auseinander mit bildkünstlerischen und literarischen Werken, die die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse zwischen 1914 und 1989 spiegeln. Ebenso widmet sich das Zentrum den verfolgten darstellenden Künsten wie Musik, Film, Theater und Kabarett. Das Zentrum, getragen von der Klingenstadt Solingen und dem Landschaftsverband Rheinland, geht weltweit Kooperationen ein und trägt die Aufarbeitung diktatorischer Vergangenheit über die Grenzen Deutschlands hinaus. Das Zentrum kooperiert mit verwandten Institutionen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen. Es beteiligt sich an Forschungsprojekten und dient als Plattform zur Darstellung von Initiativen, themenbezogenen Veranstaltungen und wissenschaftlichen Auseinandersetzungen. Es ist ein Dialograum für Betroffene und nachfolgende Generationen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie alle am Thema Interessierte.

Kunstsammlung Gerhard Schneider

Durch die Stiftung konnte der Erhalt und Verbleib von 400 Gemälden und Grafiken dieser einmaligen Sammlung in Deutschland gesichert werden. Die Stifter fühlen sich insbesondere der deutschen Geschichte verpflichtet, um den nachfolgenden Generationen ein einmaliges kulturelles Gedächtnis zu sichern. Die Sammlung Gerhard Schneider zeigt Aspekte gegenständlicher deutscher Bildkunst im 20sten Jahrhundert. Der Sammler charakterisiert sie als „expressive Gegenständlichkeit“, die bislang ein Schattendasein als „ignorierte Parallelkunst“ führte. So tritt an die Seite bekannter Künstler eine Vielzahl zu Unrecht Vergessener mit oft verblüffenden Frühwerken. Gerade dieser Aspekt fand im In- und Ausland bereits große Resonanz. Ein weiteres Merkmal dieser „verschollenen“ Generation ist die Aufarbeitung historischer Ereignisse, mit denen sie konfrontiert war. Die Aktion „Entartete Kunst“ und die berüchtigte Ausstellung 1937 in München diffamierten diese Künstler.

Literatursammlung „Die verbrannten Dichter“

Von Autorinnen und Autoren, die durch die „Bücherverbrennung“ aus der Kulturgeschichte entfernt werden sollten und denjenigen, die als intellektuelles Rückgrat der Bürgerbewegung in der DDR galten, werden Bücher und persönliche Briefe gezeigt. Es werden u.a. Leben und Werk von Kurt Tucholsky, Else Lasker – Schüler, Wolfgang Borchert, Inge Müller, Jürgen Fuchs, Franz Kafka und Vaclav Havel vorgestellt.

Vermittlung Zentrum für verfolgte Künste


Öffentliche Führungen des Zentrums finden jeden Sonntag um 11.15 Uhr statt.
Öffentliche Führungen als Themenführungen durch die Dauerausstellung  des Zentrums für verfolgte Künste finden jeden Sonntag um 14.30 Uhr statt. Die Themen können Sie unserer Homepage entnehmen.
Das Entgelt ist im Eintrittspreis enthalten.

Schule im Museum: museumspädagogische Betreuung für Klassen aller Jahrgangsstufen nach telefonischer Themenabsprache.
Anmeldung für alle Veranstaltungen unter: 0212/ 258140 bzw. nielsen@verfolgte-kuenste.de


Das Zentrum für verfolgte Künste im Internet